Niedersachsens Industrie boomt – doch der März-Einbruch gibt Rätsel auf
Anna SchmittNiedersachsens Industrie boomt – doch der März-Einbruch gibt Rätsel auf
Industrieaufträge in Niedersachsen verzeichneten im April 2026 kräftiges Wachstum im Vergleich zum Vorjahresmonat. Mehrere Schlüsselbranchen meldeten deutliche Nachfragesteigerungen. Die Zahlen zeigen jedoch auch einen kurzfristigen Rückgang gegenüber dem Vormonat.
Die chemische Industrie führte das Wachstum mit einem Plus von 23 Prozent bei den Bestellungen an. Die Metallerzeugung folgte dicht dahinter mit einem Anstieg um 18 Prozent. Der Automobilsektor, einschließlich Fahrzeuge und Teile, verzeichnete ein Wachstum von 8 Prozent, während die übrige Fahrzeugindustrie mit 18 Prozent ebenfalls das Niveau der Metallbranche erreichte.
Insgesamt stieg die Nachfrage nach Industriegütern in Niedersachsen um 11 Prozent im Jahresvergleich. Die Auslandsnachfrage legte besonders stark zu – um 16 Prozent – und überflügelte damit die inländischen Bestellungen, die um 6 Prozent stiegen. Preisbereinigt lagen die Aufträge im April 2026 deutlich über denen des Vorjahresmonats.
Trotz der jährlichen Zuwächse ging die Gesamtnachfrage im Vergleich zum März 2026 um 11 Prozent zurück. Allein die inländischen Aufträge sanken im selben Zeitraum um 7 Prozent.
Die Daten zeichnen ein gemischtes Bild für die niedersächsische Industrie: Während die meisten Branchen kräftige Jahresgewinne verzeichneten, zeigt der monatliche Vergleich eine aktuelle Abschwächung. Treiber des jährlichen Anstiegs waren vor allem die Chemie-, Metall- und Fahrzeugbranche.






