NordLB feiert bestes Finanzjahr seit der Rettung 2019 mit Rekordgewinn
Anna SchmittNordLB-Chef: "Wir sind wieder eine ganz normale Bank" - NordLB feiert bestes Finanzjahr seit der Rettung 2019 mit Rekordgewinn
Norddeutsche Landesbank (NordLB) verzeichnet bestes Finanzjahr seit einem Jahrzehnt
Die NordLB hat ihr stärkstes Finanzjahr seit zehn Jahren vorgelegt. 2022 erzielte die Bank einen Gewinn von 506 Millionen Euro – ein deutlicher Aufschwung seit der Rettungsaktion im Jahr 2019. Vorstandschef Jörg Frischholz erklärte, das Institut stehe nach Jahren des Umbaus nun wieder auf solidem Fundament.
Die Erholung der Bank folgt auf ein 3,5-Milliarden-Euro-Rettungspaket im Jahr 2019, das durch hohe Verluste aus notleidenden Schiffsfinanzierungen nötig geworden war. Seither hat die NordLB ihre Kosten gesenkt, die IT-Infrastruktur modernisiert und die Bilanzsumme verringert. Diese Maßnahmen trugen dazu bei, dass der Vorsteuergewinn 2022 auf 475 Millionen Euro stieg – ein Plus gegenüber 350 Millionen Euro im Vorjahr.
Für 2023 rechnet die NordLB trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit einem leichten Anstieg des Vorsteuerergebnisses. Zudem prüft die Bank die Wiederaufnahme von Dividendenzahlungen nach Jahren der Verluste. Um weiter zu wachsen, ohne neues Personal einzustellen, setzt sie auf künstliche Intelligenz: 3.700 Mitarbeiter durchlaufen derzeit Schulungen, um Effizienz und Kundenservice zu verbessern.
Frischholz bezeichnete die Bank nach der Transformation als "wieder eine völlig normale Bank". Nun gelte es, ihre Position als führender Finanzier in Norddeutschland weiter zu festigen.
Die Ergebnisse für 2022 unterstreichen den erfolgreichen Umbau seit der Rettung. Mit dem Vorstoß in die KI und zurückhaltenden Gewinnzielen verfolgt die NordLB einen bedachten Wachstumskurs. Sollte sich der positive Trend fortsetzen, könnten Aktionäre bald wieder Dividenden erhalten.






