"Radikale Freundlichkeit": Warum Österreich über ein ungewöhnliches Buch diskutiert
Jonas Hoffmann"Radikale Freundlichkeit": Warum Österreich über ein ungewöhnliches Buch diskutiert
Ein neues Buch über Freundlichkeit sorgt in Österreich für Diskussionen. Die Autorin schlägt einen ungewöhnlichen Umgang mit alltäglichen Frustrationen vor – und plädiert sogar dafür, den eigenen Buchtitel „Radikale Freundlichkeit“ im Land zu verbieten.
Die Schriftstellerin teilt dabei kuriose kulturelle Beobachtungen: Österreicher:innen verfügen demnach über mehr als 50 Wörter für „Idiot“, etwa „Dodel“, „Wappler“ oder „Vollkoffer“. Fluchen werde wie eine Energiequelle oder gar eine Form des Yoga behandelt, so die Autorin. Zum Vergleich: Isländer:innen kennen über 50 Begriffe für Schnee.
Ihr Buch ermutigt dazu, Ärgernisse mit Freundlichkeit zu begegnen. Statt sich über kleine Unannehmlichkeiten zu ärgern, will die Autorin künftig Dankbarkeit zeigen. Auch Selbstkritik soll sie durch den Ausdruck „kognitiver Minimalist“ ersetzen – als Akt der Selbstfürsorge.
Die Thesen des Buches stellen gängige Reaktionsmuster auf Frust infrage. In Österreich wurde der Titel sogar scherzhaft für ein Verbot vorgeschlagen. Im Mittelpunkt des Ansatzes stehen Dankbarkeit und Selbstmitgefühl als praktische Werkzeuge für den Alltag.






