Revolutionäres Laserschweißen soll den Schiffbau schneller und günstiger machen
Marie RichterRevolutionäres Laserschweißen soll den Schiffbau schneller und günstiger machen
Forscher des Laser Zentrum Hannover (LZH) entwickeln ein neues Schweißverfahren für den Schiffbau. Die Methode setzt mehrere Laserstrahlen ein, um dicke Metallplatten effizienter zu verbinden. Ziel ist es, die Produktionszeit zu verkürzen, Materialabfall zu reduzieren und die Kosten für Hersteller zu senken.
Bei dem Verfahren werden drei Strahlquellen zu einem einzigen, parallelen Schweißdurchgang zusammengefasst. Dieser Ansatz garantiert hochwertige, rissfreie Schweißnähte selbst bei Platten mit einer Stärke von bis zu 30 Millimetern. Durch die Verringerung der Schweißlagen spart die Technik zudem Zusatzwerkstoffe und Schutzgas ein.
Das LZH arbeitet zudem an einem digitalen Zwilling, der die Schweißqualität in Echtzeit überwacht. Die Technologie zeichnet jeden Schritt des Prozesses auf und dokumentiert ihn, wodurch die Fehlerquote sinkt. Da weniger manuelle Kontrollen während der Produktion nötig sind, beschleunigt sich der automatisierte Schiffbau.
Das Projekt ist Teil von DIGIMAR, einer Kooperation zwischen dem LZH, der MEYER WERFT GmbH & Co. KG und der Laserline GmbH. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.
Die neue Mehrlaser-Schweißtechnik könnte den Schiffbau revolutionieren, indem sie die Produktion beschleunigt und ressourcenschonender gestaltet. Durch weniger Fehler und geringeren Materialverbrauch könnten Hersteller erhebliche Kosteneinsparungen erzielen. Das digitale Zwillingssystem wird zudem die Zuverlässigkeit erhöhen, indem es eine gleichbleibend hohe Schweißqualität während der gesamten Produktion sicherstellt.






