Riester-Rente adé: Wie das neue Altersvorsorge-Reformgesetz 2025 alles verändert
Hannah SchneiderRiester-Rente adé: Wie das neue Altersvorsorge-Reformgesetz 2025 alles verändert
Deutschlands Altersvorsorgesystem steht vor tiefgreifenden Änderungen: Das Aus für die Riester-Rente
Mit dem Ende der Riester-Förderung führt ein neues Altersvorsorge-Reformgesetz ein leistungsorientiertes Vorsorgekonto ein – ohne Garantien, aber mit Chancen auf höhere Renditen. Die Reform zielt darauf ab, die staatlichen Zulagen zu vereinfachen und den Kreis der Anspruchsberechtigten zu erweitern.
Der Umstieg beginnt am 1. Januar 2025, wenn das neue kapitalmarktbasierte Vorsorgekonto eingeführt wird. Anders als beim alten Riester-Vertrag gibt es hier keine garantierten Erträge, dafür aber die Möglichkeit, in Aktienmärkte zu investieren. Auch die Förderung wird grundlegend reformiert.
Ab 2025 stockt der Staat die Beiträge wie folgt auf: - Für Einzahlungen bis 360 Euro gibt es einen 50-prozentigen Zuschuss (maximal 180 Euro). - Bei Beiträgen zwischen 361 und 1.800 Euro sinkt die Förderung auf 25 Prozent. - Die jährliche Grundzulage ist auf 540 Euro gedeckelt, die Verwaltungskosten auf 1 Prozent der Sparsumme begrenzt.
Eltern erhalten einen Bonus: Der Staat verdoppelt ihre Beiträge bis zu 300 Euro pro Jahr. Zudem profitieren künftig alle Selbstständigen von der Förderung – unabhängig von ihrem Versicherungsstatus. Die vollständige Umstellung tritt am 1. Januar 2027 in Kraft.
Das neue System ersetzt die Riester-Rente durch eine marktgebundene Sparlösung. Die Zulagen begünstigen nun vor allem Geringverdiener, während strengere Kostenkontrollen und eine breitere Anspruchsberechtigung die Attraktivität steigern sollen. Die Bundesregierung erhofft sich dadurch mehr private Altersvorsorge bei gleichzeitig sinkenden Verwaltungskosten.






