SkF Braunschweig schließt nach 100 Jahren seine Beratungsstelle für Familien
Jonas HoffmannSkF Braunschweig schließt nach 100 Jahren seine Beratungsstelle für Familien
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt Beratungsstelle in Braunschweig Ende des Monats
Die Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Braunschweig wird nach über einhundert Jahren Betrieb Ende des Monats geschlossen – Grund sind fehlende finanzielle Mittel. Einige der Angebote übernimmt ab dem 1. Juli der Caritasverband.
Betroffen von der Schließung sind unter anderem die Schwangerschafts- und Familienberatung des SkF sowie Projekte wie „Elternsein üben mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“. Im vergangenen Jahr nutzten fast 330 Frauen und Familien die Einrichtung, 89 Personen nahmen an präventiven Programmen teil. Die Babysimulatoren befinden sich in gutem Zustand und könnten von anderen zertifizierten Beratungsstellen mit passendem Konzept übernommen werden.
Die Schwangerschaftsberatung wird unter dem Dach von Caritas am selben Standort in der Kasernenstraße 30 fortgeführt. Karen Vogel, die aktuelle Geschäftsführerin und Schwangerschaftsberaterin, bleibt in Teilzeit bei dem neuen Träger beschäftigt. Für die beiden anderen Projekte konnte jedoch bisher kein Ersatz gefunden werden.
Der SkF bedankte sich bei lokalen Förderern und Stiftungen für ihre Unterstützung, darunter die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und die Stiftung Großes Waisenhaus. Trotz des Engagements von Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen zwangen die finanziellen Rahmenbedingungen zur Schließung. Der Braunschweiger Ortsverband des SkF wird sich nun auflösen.
Der Übergang beginnt am 1. Juli: Caritas führt die Schwangerschaftsberatung nahtlos weiter, während das Babysimulator-Projekt und die Frühen Hilfen eingestellt werden – sofern sich keine neuen Träger finden. Mit der Schließung endet eine lange Tradition des SkF in Braunschweig.
