Solingen streitet über sichere und nachhaltige Beleuchtung auf Schulhöfen
Marie RichterSolingen streitet über sichere und nachhaltige Beleuchtung auf Schulhöfen
Ein Plan zur Verbesserung der Beleuchtung auf Schulhöfen in Solingen hat für Kontroversen gesorgt, nachdem der Stadtrat einen nachhaltigen Vorschlag abgelehnt hat. Das Bürgerbündnis für Solingen (BfS) hatte sich für eine energieeffiziente Modernisierung eingesetzt und argumentiert, diese würde die Sicherheit erhöhen und die Kosten senken. Doch alle anderen Fraktionen stimmten gegen den Antrag, sodass die Angelegenheit vorerst ungelöst bleibt.
Der BfS-Vorschlag umfasste moderne LED-Beleuchtung, Bewegungsmelder und optional Solarpaneele. Ziel war es, die Schulhöfe sicherer zu gestalten, ohne den Energieverbrauch in die Höhe zu treiben. Die Initiative sprach sich zudem dafür aus, die Flächen für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, warnte jedoch, dass schlechte Beleuchtung nach Einbruch der Dunkelheit unsichere Bereiche schaffen könnte.
Paul Bender, Bildungssprecher des BfS, kritisierte die Entscheidung des Rates als scheinheilig. Er verwies darauf, dass dieselben Fraktionen zuvor Klimaschutzmaßnahmen und Initiativen zur Kindersicherheit unterstützt hätten. Bender brachte auch Bedenken von Jugendlichen vor, die schlecht ausgeleuchtete Ecken als bedrohlich beschrieben hätten.
Das BfS betonte, dass sein Plan Sicherheit und Nachhaltigkeit vereine. Durch bedarfsgerechte Beleuchtung ließen sich laut der Gruppe sowohl Kosten als auch Energieverschwendung reduzieren. Nach der Ablehnung kündigte das Bündnis an, das Thema erneut in den Rat einzubringen und auf höhere Sicherheitsstandards für Schulhöfe zu bestehen.
Mit der Ablehnung des Antrags bleiben die Schulhöfe vorerst ohne die geplanten Beleuchtungsmodernisierungen. Das BfS will sich weiterhin für Veränderungen einsetzen und verweist dabei auf Sicherheitsrisiken sowie ökologische Vorteile. Die Debatte über hellere und umweltfreundlichere Schulhöfe bleibt damit vorerst unentschieden.






