Städtetag fordert dauerhaften Verbleib für integrierte syrische Fachkräfte
Marie RichterStädtetag fordert dauerhaften Verbleib für integrierte syrische Fachkräfte
Der Deutsche Städtetag hat die Bundesregierung aufgefordert, syrischen Geflüchteten einen dauerhaften Verbleib in Deutschland zu ermöglichen, sofern sie eine qualifizierte Beschäftigung ausüben und gut integriert sind. Dieser Appell erfolgt vor dem Hintergrund, dass viele von ihnen bereits in den Arbeitsmarkt eingestiegen sind und dort dringend benötigte Positionen besetzen. Nach Ansicht der Kommunen würde eine solche Regelung wirtschaftliche Vorteile bringen und gleichzeitig die demografischen Herausforderungen des Landes mildern.
Aktuell sind über 320.000 Syrer in Deutschland erwerbstätig, davon 266.100 in sozialversicherungspflichtigen Stellen. Bei denen, die seit 2015 oder 2016 ins Land gekommen sind, liegt die Beschäftigungsquote bei 60 Prozent. Viele arbeiten in Branchen mit Fachkräftemangel, wobei unklar bleibt, wie viele von ihnen über eine offiziell anerkannte Berufsqualifikation verfügen.
Der Städtetag ist überzeugt, dass eine klare Regelung sowohl den Geflüchteten als auch den Unternehmen langfristige Planungssicherheit geben würde. Angesichts der alternden Bevölkerung sei es eine pragmatische Lösung, qualifizierte Arbeitskräfte im Land zu halten. Der Vorschlag zielt insbesondere auf jene ab, die sich bereits in der Arbeitswelt bewährt und in der Gesellschaft etabliert haben.
Sollte der Vorstoß umgesetzt werden, könnten gut integrierte syrische Fachkräfte in Schlüsselberufen dauerhaft bleiben. Dies würde nicht nur den Arbeitsmarkt stabilisieren, sondern auch das Wirtschaftswachstum fördern. Eine offizielle Entscheidung der Bundesregierung zu dem Antrag steht jedoch noch aus.






