Türkei feiert WM-Qualifikation: Berlin jubelt nach 22 Jahren Warten
Marie RichterTürkei feiert WM-Qualifikation: Berlin jubelt nach 22 Jahren Warten
Hunderte türkische Fußballfans strömten in Berlin auf die Straßen, um die Qualifikation ihrer Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft zu feiern. Die Begeisterung folgte auf einen entscheidenden 1:0-Sieg gegen den Kosovo, der der Türkei nach mehr als zwei Jahrzehnten wieder den Einzug ins Turnier sicherte.
Das Siegtor in der 53. Minute erzielte Kerem Aktürkoğlu. Mit diesem Erfolg steht die Türkei zum dritten Mal bei einer WM – zuletzt 2002, als das Team nach dem Halbfinaleinzug den dritten Platz belegte.
Anhänger versammelten sich entlang des Kurfürstendamms, schwenkten Fahnen und bildeten Autokorsos. In Berlin, wo Zehntausende mit türkischen Wurzeln leben, kam es in der ganzen Stadt zu lebhaften Feiern. Ein Polizeisprecher berichtete von vereinzelten Vorfällen, bei denen während der Festlichkeiten Feuerwerk und Pyrotechnik gezündet wurden.
Die türkische Gemeinschaft in Berlin, besonders in Vierteln wie der Neuköllner Sonnenallee, spielt seit Langem eine zentrale kulturelle und politische Rolle. Cem Özdemir, ein Politiker mit türkischen Wurzeln, schrieb 2026 Geschichte, als er erstmals die Regierung eines deutschen Bundeslandes übernahm.
Die Qualifikation der Türkei weckt bei den Fans – vor allem in Berlin – neue Vorfreude. Nach 22 Jahren Abstinenz bereitet sich das Team nun auf die Rückkehr zur WM-Bühne vor. Die Feiern spiegelten die enge Verbindung zwischen der türkischen Community der Stadt und ihrer Nationalmannschaft wider.






