VBU warnt vor Reform des Minijob-Systems: "Fachkräftemangel droht zu verschärfen"
Marie RichterVBU warnt vor Reform des Minijob-Systems: "Fachkräftemangel droht zu verschärfen"
Der Verband Badischer Unternehmen und Organisationen (VBU) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Pläne zur Reform des Minijob-Systems in Deutschland fallen zu lassen. Die Vereinigung warnt, dass solche Änderungen zu einer versteckten Erhöhung von Steuern und Sozialabgaben für Arbeitnehmer und Arbeitgeber führen könnten.
Der VBU argumentiert, dass eine Abschaffung oder starke Einschränkung von Minijobs den Fachkräftemangel verschärfen würde. Viele Unternehmen – insbesondere im Handwerk, Einzelhandel, Gastgewerbe und in sozialen Dienstleistungen – seien auf diese Beschäftigungsform angewiesen, um saisonale Nachfrage und kurzfristige Personalengpässe zu bewältigen.
Besonders betroffen wären Studierende, Rentner, Teilzeit-Eltern, Pflegekräfte und Personen mit Nebeneinkünften. Der Verband weist zudem darauf hin, dass Minijobs bereits durch pauschale Abgaben erhebliche Einnahmen für die Sozialversicherung erbringen.
Statt die Reformen voranzutreiben, fordert der VBU die Regierung auf, Bürokratie abzubauen und die Belastung für Unternehmen zu verringern. Die Warnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung Änderungen bei den geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen prüft, ohne dass bisher eine endgültige Entscheidung getroffen wurde.
Der VBU geht davon aus, dass die geplanten Reformen die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen und die Kosten erhöhen würden. Die Vereinigung betont, dass Minijobs für die Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt unverzichtbar seien. Der Aufruf, die Pläne aufzugeben, spiegelt die breiten Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Folgen solcher Änderungen wider.
