Verdi-Chef Werneke droht mit Protesten gegen geplante Sozialkürzungen und Gesundheitsreform
Marie RichterVerdi-Chef Werneke droht mit Protesten gegen geplante Sozialkürzungen und Gesundheitsreform
Verdi-Gewerkschaftschef Frank Werneke hat vor Protesten gegen geplante Kürzungen im Sozialbereich gewarnt. Er warf Teilen der Regierungskoalition sowie Oppositionspolitikern vor, sich für Einschränkungen bei Arbeitnehmerrechten und Sozialleistungen einzusetzen. Sein Bündnis, das 20 Millionen Menschen vertritt, bereitet nun Aktionen gegen die geplante Gesundheitsreform vor.
Werneke kritisierte Arbeitgeberverbände dafür, zentrale Säulen des Sozialstaats ins Visier zu nehmen – darunter Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, soziale Sicherung, Gesundheitsversorgung, Pflegeleistungen und Renten. Die Annahme, dass Sozialkürzungen die wirtschaftliche Erholung fördern würden, bezeichnete er als „Fehldiagnose“ und „Sackgasse“.
Er nannte mehrere Politiker – Friedrich Merz, Katherina Reiche, Carsten Linnemann und Jens Spahn – als Befürworter solcher Kürzungen. Gleichzeitig lobte er die Bundesregierung für den 500-Milliarden-Euro-Sonderfonds, das Tariftreuegesetz des Bundes sowie die Entscheidung, die Renten bis 2031 zu stabilisieren.
Trotz dieser Anerkennung machte Werneke deutlich, dass sein Bündnis aus Gewerkschaften, Sozialverbänden und Wohlfahrtsorganisationen weiteren Kürzungen Widerstand entgegensetzen werde. Nähere Details zu geplanten Protesten und Aktionen sollen in den kommenden Wochen und Monaten bekannt gegeben werden.
Die Warnungen des Gewerkschaftschefs deuten auf wachsenden Widerstand gegen die Sozialreformen hin. Sein Bündnis, das Millionen vertritt, wird sich gegen jeden Versuch stellen, Arbeitnehmerschutzrechte zu schwächen. Weitere Ankündigungen zu ihrer Kampagne werden in Kürze erwartet.






