30 June 2026, 02:02

Volkswagen plant radikale Kürzungen: Bis zu 100.000 Jobs und vier Werke in Gefahr

Volkswagen: 4 Werke und 100.000 Jobs in Gefahr? Der Machtkampf beginnt

Volkswagen plant radikale Kürzungen: Bis zu 100.000 Jobs und vier Werke in Gefahr

Volkswagen bereitet sich auf massive Stellenstreichungen und Werksschließungen in Deutschland vor. Bis zu 100.000 Arbeitsplätze und vier Standorte könnten betroffen sein, darunter die Werke in Hannover und Emden. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund langfristiger Herausforderungen, insbesondere in Asien, sowie einer schwachen Börsenbewertung des Konzerns.

Konzerchef Oliver Blume und weitere Führungskräfte haben eingeräumt, dass einige der wichtigsten Sparten von Volkswagen nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Investoren werten den niedrigen Aktienkurs und das geringe Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) als Zeichen dieser Schwierigkeiten: Die Aktie wird derzeit mit einem KGV von 3,7 für dieses Jahr und 3,0 für 2027 gehandelt. Analysten prognostizieren für das kommende Jahr einen Gewinn je Aktie von 24,21 Euro, während der aktuelle Aktienkurs bei 72,54 Euro liegt.

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Der Aufsichtsrat wird am 9. Juli zusammenkommen, um über die geplanten Entlassungen und umfassendere Reformen zu beraten. Arbeitnehmervertreter wie Daniela Cavallo waren jedoch nicht in die frühen Gespräche eingebunden. Niedersachsen, das mit 20,2 Prozent an Volkswagen beteiligt ist, verfügt über eine Sperrminorität und könnte die Pläne blockieren. Gerade die Werke in dieser Region zählen zu den gefährdeten Standorten.

Traditionell hat ein starkes links-grünes Bündnis, unterstützt von Gewerkschaftsvertretern, bei Volkswagen für hohe Löhne und eine große Belegschaft gesorgt. Diese politische Konstellation könnte die geplanten Kürzungen erschweren.

Die angekündigten Maßnahmen würden einen tiefgreifenden Wandel für Volkswagen bedeuten. Die finanzielle Performance und die Marktposition des Konzerns haben bei Investoren bereits Besorgnis ausgelöst. Die endgültigen Entscheidungen hängen von der anstehenden Aufsichtsratssitzung und der Haltung der niedersächsischen Vertreter ab.

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