Wim Wenders' Falsche Bewegung entfacht Debatte über Kinderdarsteller in Hollywood
Jonas HoffmannWim Wenders' Falsche Bewegung entfacht Debatte über Kinderdarsteller in Hollywood
Eine kürzliche Vorführung von Wim Wenders’ Film Falsche Bewegung aus dem Jahr 1975 hat die Debatten über dessen umstrittene Inhalte neu entfacht. Der Film enthält eine halb entblößte Szene mit Nastassja Kinski, die damals erst 13 Jahre alt war. Die Diskussion hat seitdem die Aufmerksamkeit auf die Herausforderungen gelenkt, mit denen Kinderdarsteller in Hollywood konfrontiert sind.
Die Debatte gewann an Fahrt, nachdem der Film im März im Frankfurter Filmmuseum gezeigt worden war. Kinski hatte jahrelang darauf gedrängt, die Szene zu entfernen, doch ihre Bitte wurde ignoriert – bis Wenders sich öffentlich weigerte. Erst dann erhielt ihre Forderung Auftrieb, was schließlich zu seiner Entschuldigung und dem Rückzug des Films aus dem Verleih führte.
Auch andere Schauspielerinnen äußerten sich kritisch über frühe Rollen. Brooke Shields hatte Schwierigkeiten, ihre Mitwirkung in Pretty Baby wegen des umstrittenen Charakters des Films zu rechtfertigen. Natalie Portman fühlte sich ebenfalls unwohl angesichts der Fanpost und Medienaufmerksamkeit, die mit Léon – Der Profi einhergingen.
Nicht alle Erfahrungen waren negativ. Jodie Foster sprach mit Humor und Leichtigkeit über ihre Rolle in Taxi Driver, die sie mit 12 Jahren übernahm. Dakota Fanning und Kirsten Dunst hingegen unterstützten Portmans Haltung und betonten die Notwendigkeit professioneller Standards und Respekt am Set.
Die Diskussionen zeigen die unterschiedlichen Meinungen zur Frage, ob Filme nachträglich bearbeitet oder im Original erhalten bleiben sollten. Kinskis Eingreifen hat die Branche dazu gebracht, vergangene Skandale mit jungen Schauspielern neu zu bewerten. Die Debatte geht weiter, während sich immer mehr Stimmen daran beteiligen.






