WM-Fieber erreicht neuen Höhepunkt: Wetten, Gebete und skurrile Einsätze in Halle 4
Jonas HoffmannWM-Fieber erreicht neuen Höhepunkt: Wetten, Gebete und skurrile Einsätze in Halle 4
Die FIFA-Weltmeisterschaft hat eine Welle von Wetteifer ausgelöst – auf jedes Spiel werden Dutzende Wetten abgeschlossen, in manchen Fällen mehr als dreißig pro Begegnung. Sogar die Halle 4 wurde kurzerhand in ein provisorisches Wettbüro umfunktioniert, um das enorme Aufkommen zu bewältigen. Kollegen, Freunde und selbst Familienmitglieder mischen mit.
Eine ungewöhnliche Methode, um den Spielausgang zu beeinflussen, ist das Gebet. Eine Tochter namens Hatice erhielt fünf Euro pro halbe Stunde, um für den Sieg Deutschlands im Eröffnungsspiel gegen Curaçao zu beten. Die Investition schien sich zu lohnen: Nach insgesamt 15 Euro für ihre Fürbitten gewann Deutschland mit 7:1.
Die Wetten sind so vielfältig wie die Wettenwilligen selbst. Beim Spiel Kroatien gegen Ghana setzten 37 Kollegen unterschiedliche Summen – mal ging es um einen Döner, mal um einen vollen Tank Sprit oder sogar um vier Sommerreifen. Doch selbst die kreativsten Einsätze garantieren keinen Erfolg, wie Franck Ribérys vergebliche Gebete für die französische Mannschaft zeigen.
Das Turnier hat alle so in seinen Bann gezogen, dass niemand mehr an Urlaub denkt. Die schiere Anzahl der Wetten und der organisatorische Aufwand halten alle auf Trab. Auffällig dabei: Die religiösesten Länder der Welt haben bisher noch nie einen WM-Titel geholt.
Die Weltmeisterschaft verbindet Tradition und Aberglaube zu einem bunten Wettspektakel. Gebete und skurrile Einsätze sorgen für Unterhaltung, doch der Ausgang bleibt ungewiss. Die Fans sind gefesselt – und die Halle 4 ist das Epizentrum des ganzen Treibens.
