Wolfenbüttel stellt kommunale Grabpflege bis 2026 komplett ein
Wolfenbüttel stellt kommunale Grabpflege ein
Ab dem 1. Juli 2023 wird die Stadt Wolfenbüttel die Grabpflege auf ihrem Hauptfriedhof nicht mehr anbieten. Die Entscheidung fällt kurz vor der Abstimmung des Stadtrats über einen Antrag, den Service vollständig einzustellen – diese findet in der kommenden Woche statt.
Bisher bot die Kommune die Pflege von Privatgräbern an, doch handelt es sich dabei um keine gesetzliche Pflichtaufgabe. Die Organisation dieser Dienstleistung verursacht einen hohen administrativen und koordinativen Aufwand für die Stadt. Trotz kürzlicher Gebührenerhöhungen bleibt eine Finanzierungslücke bestehen.
Um Kosten zu sparen, wird die Stadt saisonale Friedhofsmitarbeiter nicht mehr ersetzen, wenn diese ausscheiden. Zudem sind Anpassungen der Personalstärke in sozialverträglicher Weise geplant. Bestehende Einzel- und Jahresverträge für die Grabpflege laufen bis spätestens Ende 2026 aus; neue Verträge werden nicht mehr abgeschlossen.
Private Anbieter haben bereits Interesse bekundet, zusätzliche Grabpflegeleistungen in Wolfenbüttel zu übernehmen. Mit der anstehenden Abstimmung im Stadtrat wird das Ende der kommunalen Grabpflege besiegelt. Erwartet wird, dass private Unternehmen die Lücke schließen, während die Stadt ihre finanziellen und administrativen Verpflichtungen reduziert. Die Änderungen werden bis spätestens 2026 vollständig umgesetzt.






