Wolfsburg führt offiziellen Gedenktag für Todesmarsch-Opfer von 1945 ein
Jonas HoffmannWolfsburg führt offiziellen Gedenktag für Todesmarsch-Opfer von 1945 ein
Wolfsburg hat seinen ersten offiziellen Gedenktag eingeführt, um an die Opfer eines Todesmarsches im Jahr 1945 zu erinnern. Der Stadtrat beschloss die Maßnahme einstimmig – ein bedeutender Schritt für die lokale Erinnerungskultur. Die Entscheidung folgt auf Kritik an früheren Plänen, die Veranstaltung mit einem anderen Anlass zu verbinden.
Der Gedenktag widmet sich den Opfern des Todesmarsches vom Außenlager Laagberg des Konzentrationslagers Neuengamme zum "Todeslager" Wöbbelin am 7. April 1945. In Laagberg, einem Außenlager des Neuengamme-Systems, wurden 1944–1945 Zwangsarbeiter für Volkswagen festgehalten. Auch die nahegelegenen Lager Fallersleben I und II, heute Teil der Gedenkstätte Natzweiler, stehen in Verbindung mit diesen tragischen Ereignissen.
Kritiker, darunter der SPD-Fraktionsabgeordnete Hans-Georg Bachmann, hatten sich gegen den ursprünglichen Vorschlag ausgesprochen, den Gedenktag mit dem Stadtjubiläum zu verbinden. Der Rat trennte die beiden Anlässe später und verschob die Diskussionen über das Gründungsjubiläum, um sich ausschließlich der Erinnerung an den Todesmarsch zu widmen.
Bürgermeister Dennis Weilmann kündigte zudem Pläne für ein neues Mahnmal in Laagberg an. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen und einen dauerhaften Ort der Besinnung und Aufklärung schaffen.
Der Gedenktag wird künftig jährlich am 7. April begangen. Eine zukünftige Gedenkstätte in Laagberg wird das Engagement der Stadt für die Erinnerung an dieses dunkle Kapitel weiter verankern. Mit der Entscheidung des Rates bleibt die Geschichte der Opfer fest im historischen Gedächtnis Wolfsburgs verankert.
Wolfsburg's Gedenktag Evolution: Von Dualen Daten zu Fokussierter Erinnerung
Der Rat hat beschlossen, einen einzigen Gedenkstag für den 1945er Todesmarsch einzurichten, nachdem zuvor Pläne zur Erinnerung an zwei separate Ereignisse diskutiert wurden. Die ursprünglichen Vorschläge beinhalteten einen 1. Juli-Gedenktag für die Gründung von Wolfsburg, was Kritiker argumentierten, dass es die Aufmerksamkeit von den historischen Gräueltaten ablenkte. Die Verlegung auf einen eigenständigen 7. April reflektiert den Druck, die Opfer von Laagberg zu gedenken. Diese Anpassung unterstreicht das wachsende Engagement der Stadt, historische Rechenschaftspflicht mit städtischer Identität zu vereinen.






