18 March 2026, 08:03

ZDK fordert digitale Klimadatenbank für transparente Autokauf-Informationen

Schwarzer und weißer QR-Code auf weißem Hintergrund, der zum Speichern und Scannen von Kontaktdaten wie Name, Adresse und Telefonnummer verwendet wird.

ZDK fordert digitale Klimadatenbank für transparente Autokauf-Informationen

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) fordert eine grundlegende Reform der Bereitstellung von Fahrzeuginformationen für Käufer. Die aktuelle, auf Papier basierende Kennzeichnung bezeichnet der Verband als veraltet und schlägt stattdessen den Umstieg auf digitale Datensätze vor. Dieser Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Europäische Kommission bis Dezember 2025 die Abgasvorschriften aktualisieren will.

Im Mittelpunkt des ZDK-Vorschlags steht eine digitale "Klimadatenbank", die von den Herstellern betrieben werden soll. Sie würde die bisherigen Papieretiketten in Autohäusern ersetzen; über QR-Codes könnten Käufer dann Details zu Kraftstoffverbrauch, Emissionen und anderen modellspezifischen Daten abrufen. Der Verband argumentiert, dass die aktuellen, in Kleinstdruck verborgenen Angaben in Werbeanzeigen unübersichtlich seien und Kaufentscheidungen kaum beeinflussten.

Als Grundlage für das neue System könnte ein bestehendes Datenrahmenwerk des deutschen Autodatenanbieters DAT dienen. Die Datenbank wäre kostenfrei nutzbar und würde direkte Vergleiche zwischen verschiedenen Fahrzeugen ermöglichen. ZDK-Präsident Burkhard Weller betonte, das alte System habe versagt, und forderte die EU auf, ausschließlich digitale Informationen einzuführen.

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Der Vorstoß steht im Zusammenhang mit laufenden Anpassungen der EU-Verordnung 2019/631, die CO₂-Grenzwerte für neue Pkw und leichte Nutzfahrzeuge festlegt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten der Automobilhersteller, die Vorgaben zu erfüllen, lockerte die EU im Mai 2025 die Anforderungen, um Strafen zu vermeiden. Weitere Änderungen wurden im Februar 2026 im Deutschen Bundestag diskutiert – ein Zeichen für die anhaltenden Herausforderungen bei der Umsetzung der Regelungen.

Laut ZDK-Plänen würde die Europäische Kommission die Datenbank überwachen, um Genauigkeit und Transparenz zu gewährleisten. Der Verband behauptet, dieser Ansatz würde zudem verhindern, dass Verbraucherschutzorganisationen technische Schlupflöcher im aktuellen System ausnutzen.

Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, würde die digitale Datenbank einen grundlegenden Wandel bedeuten, wie Autokäufer auf Emissions- und Effizienzdaten zugreifen. Das Ziel der Initiative ist es, Vergleiche zu vereinfachen und die Abhängigkeit von Papieretiketten zu verringern. Ob der Plan vorankommt, hängt von den nächsten Schritten der Europäischen Kommission bei der Überarbeitung der Verordnung ab.

Quelle