ABDA reformiert sich radikal: 14 neue Fachabteilungen ersetzen altes Spartensystem
Hannah SchneiderABDA reformiert sich radikal: 14 neue Fachabteilungen ersetzen altes Spartensystem
Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) reformiert ihre interne Struktur grundlegend. Die Organisation verabschiedet sich von ihrem alten Spartensystem und führt ein neues Modell mit 14 spezialisierten Fachabteilungen ein. Nach Angaben der Führung soll die Umstellung die Effizienz und Reaktionsfähigkeit deutlich verbessern.
Bisher war die ABDA in eigenständige Bereiche gegliedert, die jeweils von eigenen Leitern verantwortet wurden. Künftig werden diese durch 14 zentral koordinierte Abteilungen ersetzt, die direkt der Geschäftsführung unterstellt sind. Ziel der Neuordnung ist es, die Organisation schlanker und handlungsfähiger zu gestalten.
Im Rahmen der neuen Struktur unterstehen einige Abteilungen Franziska Erdle, die kürzlich zur Hauptgeschäftsführerin ernannt wurde. Andere Bereiche werden von Claudia Korf geleitet, die die Position der stellvertretenden Geschäftsführerin übernimmt. Der Hauptsitz der ABDA, in dem rund 130 Mitarbeiter beschäftigt sind, soll die Umstellung bis Mitte des Jahres abschließen.
Noch unklar ist, welche genauen Schwerpunkte die einzelnen Abteilungen setzen und wie sie sich von den bisherigen Strukturen unterscheiden. Bisher liegen keine Informationen vor, welche Auswirkungen die Reform auf gesundheits- oder arzneimittelpolitische Prioritäten haben könnte.
Die Umstrukturierung stellt einen tiefgreifenden Wandel in der Arbeitsweise der ABDA dar. Mit den 14 neu geschaffenen Fachbereichen erhofft sich die Organisation beschleunigte Entscheidungsprozesse. Die vollständigen Effekte des neuen Systems werden sich voraussichtlich erst nach Abschluss der Transition bis Mitte 2024 abzeichnen.