Polizei NRW jagt Influencer hinter illegalen Autotreffen und Raser-Videos
Hannah SchneiderTuner-Szene: NRW-Polizei zielt auf 'Entertainer' - Polizei NRW jagt Influencer hinter illegalen Autotreffen und Raser-Videos
Polizei in Nordrhein-Westfalen geht gegen Social-Media-Influencer vor, die illegale Autotreffen organisieren
Die Behörden in Nordrhein-Westfalen verschärfen das Vorgehen gegen Influencer in sozialen Medien, die unerlaubte Autotreffen veranstalten. Bei solchen Events kommt es häufig zu rasanten und rücksichtslosen Fahrmanövern, die nach der Veröffentlichung von Videos im Netz große Menschenmengen anziehen. Die Polizei plant nun, Online-Aktivitäten zu überwachen, um derartige Zusammenkünfte bereits im Vorfeld zu unterbinden.
Im Fokus der neuen Strategie stehen Influencer, die sich beim Rasen filmen und die Aufnahmen teilen, um ihre Follower zu inoffiziellen Treffen zu animieren. Viele dieser Akteure, oft in Kostümen gekleidet, locken Hunderte von Teilnehmern an – mit erheblichen Risiken für die öffentliche Sicherheit. Die Beamten werden deren Online-Kanäle beobachten, um frühzeitig Hinweise auf geplante Events zu erkennen und Teilnehmer bereits auf dem Weg dorthin abzufangen.
Wird ein illegales Tuning- oder RennEvent gemeldet, leiten die Einsatzkräfte eine groß angelegte Reaktion ein. Dazu gehören der Einsatz von Hubschraubern oder Drohnen, um Beweismaterial zu sammeln und die Lage zu erfassen. Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) wird zudem in Echtzeit über die Entwicklungen vor Ort informieren und mit Polizeibehörden in Nachbarländern zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass Veranstalter über Grenzen hinweg untertauchen.
Auf Grundlage des öffentlichen Sicherheitsrechts können die Behörden offizielle Verwarnungen aussprechen oder Influencern den Zutritt zu bestimmten Gebieten untersagen. Ziel der Maßnahmen ist es, den wachsenden Trend gefährlicher Autotreffen im Keim zu ersticken, bevor sie eskalieren.
Mit der Aktion will die Polizei illegale Rennen bekämpfen, indem sie gezielt gegen die Online-Organisatoren vorgeht. Durch die Überwachung sozialer Medien und die Abstimmung mit internationalen Kräften hoffen die Beamten, die Zahl riskanter Treffen zu verringern. Bisher wurden in den vergangenen zwei Jahren keine Influencer öffentlich namentlich genannt oder aufgrund dieser Maßnahmen sanktioniert.