17 March 2026, 14:04

Apotheken werden seltener – doch die Versorgung bleibt stabil

Apotheke mit Glaswänden und -türen, Plakate an den Innenwänden, an einer Straßenecke gelegen mit einer Straße unten.

Apotheken werden seltener – doch die Versorgung bleibt stabil

Apotheken-Erreichbarkeit in Deutschland leicht rückläufig

In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Zugang zu Apotheken in Deutschland leicht verschlechtert. Aktuelle Zahlen zeigen, dass immer weniger Menschen eine Apotheke schnell zu Fuß oder mit dem Auto erreichen können. Dennoch betonen die Krankenkassen, dass die grundsätzliche Versorgung im Land weiterhin gut sei.

So konnten 2025 noch 99,9 Prozent der Bevölkerung eine Apotheke innerhalb von 15 Minuten mit dem Auto erreichen – ein Rückgang um 0,6 Prozentpunkte seit 2020. Allerdings müssen nun etwa 73.000 Menschen (0,1 Prozent der Bevölkerung) längere Fahrzeiten in Kauf nehmen, 10.000 mehr als noch 2020.

Der Anteil derer, die eine Apotheke innerhalb von fünf Minuten zu Fuß erreichen können, sank um 0,7 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent. Gleichzeitig konnten 41,6 Prozent eine Apotheke innerhalb von 15 Minuten zu Fuß erreichen – ein Minus von 2,1 Prozentpunkten im Vergleich zu 2020. Trotz dieser Entwicklungen liegt fast zwei Drittel der Arztpraxen in maximal zehn Gehminuten Entfernung zu einer Apotheke, und über 90 Prozent sind mit dem Auto in fünf Minuten oder weniger erreichbar.

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Die Schließung von Apotheken scheint eher strukturellen Trends zu folgen, als dass ländliche Regionen gezielt benachteiligt würden. Die gesetzlichen Krankenkassen, darunter Barmer und der GKV-Spitzenverband, haben Gutachten vorgelegt, die die Behauptung zurückweisen, der Zugang zu Medikamenten verschlechtere sich. Stattdessen schlagen sie eine Reform vor, um bestehende Mittel gerechter zu verteilen – etwa durch eine Deckelung der Großhandelsvergütungen und eine Anpassung der Apothekenhonorare.

Die aktuellen Daten deuten auf eine leichte Abnahme der Apotheken-Erreichbarkeit hin, doch die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat weiterhin schnellen Zugang. Die Krankenkassen drängen auf Reformen, um die flächendeckende Versorgung zu sichern. Die Diskussion darüber, ob die aktuellen Entwicklungen langfristig die Medikamentenversorgung beeinträchtigen, hält indes an.

Quelle