Bundeswehr kauft Rheinmetall-"Raider"-Drohnen für 2,4 Milliarden Euro
Hannah SchneiderBundeswehr kauft Rheinmetall-"Raider"-Drohnen für 2,4 Milliarden Euro
Bundeswehr beschafft "Raider"-Kampfdrohnen von Rheinmetall für fast 3 Milliarden Euro
Das Bundesverteidigungsministerium treibt eine große Beschaffung von Loitering Munitions (auch "Kamikaze-Drohnen") des Rüstungskonzerns Rheinmetall voran. Der erste Auftrag im Wert von knapp unter 300 Millionen Euro ist Teil eines deutlich umfangreicheren Rahmenvertrags über insgesamt 2,387 Milliarden Euro. Das Ministerium hat nun die Freigabe des Haushaltsausschusses des Bundestags für die Finanzierung des Projekts beantragt.
Im Mittelpunkt des Vertrags steht Rheinmetalls neu entwickeltes Raider-Drohnen-System, das vom Ministerium als "hochmodern" eingestuft wird. Neben den Flugkörpern umfasst das Paket auch Bodenstationen, Schulungsmaterialien, Simulatoren sowie eine erste Ausbildungsphase für die Bedienmannschaften.
Für diese Projektphase beantragt das Ministerium zunächst 25 Millionen Euro. Rheinmetall muss jedoch bis Ende April 2027 alle Qualifikationsanforderungen erfüllen – andernfalls droht die Kündigung des Vertrags.
Sobald die Raider-Drohnen eingesetzt werden, ergänzen sie die bereits vorhandenen Loitering-Munition-Systeme der Bundeswehr. Stand März 2026 verfügt Deutschland bereits über Verträge mit drei weiteren Anbietern: UVision für die Hero-Serie, Anduril für US-amerikanische Systeme sowie Helsing für KI-gestützte Lösungen. Die optischen Sensoren der Raider sollen die Systeme von Helsing und Stark ergänzen und so die militärischen Fähigkeiten ausbauen.
Bei einer Genehmigung würde das Projekt eine deutliche Erweiterung der deutschen Drohnenkriegs-Technologie bedeuten. Rheinmetalls System soll mit den bereits genutzten Loitering Munitions vernetzt werden. Der mehrjährige Rahmenvertrag könnte sich auf einen Gesamtwert von bis zu 2,387 Milliarden Euro belaufen.






