19 June 2026, 16:01

Chaos in Wolfenbüttels Fußgängerzone: Wer bremst die Regelbrecher?

Probleme mit Radfahrern und E-Scootern in der Fußgängerzone

Chaos in Wolfenbüttels Fußgängerzone: Wer bremst die Regelbrecher?

Die Wirtschaftsförderungsinitiative Wirtschaft Wolfenbüttel e.V. (IWW) hat Alarm wegen zunehmender Verkehrsverstöße in der Wolfenbütteler Fußgängerzone geschlagen. Radfahrer, E-Scooter-Nutzer und Lieferfahrzeuge missachteten demnach immer häufiger die geltenden Beschränkungen – mit Gefahren für Fußgänger. In einer aktuellen Pressemitteilung forderte der Verein nun schnelles Handeln.

Die IWW schlug eine Aufklärungskampagne vor, um Verkehrsteilnehmer an die Regeln zu erinnern. Zudem rief sie die Stadtverwaltung und die Polizei auf, die Kontrollen zu verschärfen und alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, um Lösungen zu erörtern.

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Die Stadt Wolfenbüttel unterstützte zwar den Vorschlag, das Bewusstsein für die Problematik zu schärfen. Gleichzeitig betonte sie, dass die Durchsetzung der Regeln in der Verantwortung der Polizei liege. Zudem kündigte die Kommune an, die Lieferverkehrsregelungen anzupassen, sodass die Lieferzeiten künftig mit den erlaubten Fahrradzeiten übereinstimmen.

Ein Sprecher des Landkreises bestätigte, die Polizei habe bereits in einer früheren Sitzung zugesagt, ihre Präsenz in der Fußgängerzone zu verstärken. Die zusätzlichen Streifen könnten bereits in der kommenden Woche beginnen. Die Stadt räumte ein, dass die Kontrollen durch Personal- und Zeitmangel eingeschränkt sein könnten, sah aber keinen Bedarf für eine engere Abstimmung mit Polizei oder Landkreis in dieser Angelegenheit.

Der Vorstoß der IWW hat bei den lokalen Behörden Reaktionen ausgelöst: Die Polizeistreifen sollen ausgeweitet, die Lieferregeln angepasst werden. Die Stadt hält jedoch daran fest, dass die Durchsetzung der Vorschriften alleinige Aufgabe der Polizei bleibt.

Quelle