Dax Bierbörse in Braunschweig meldet Insolvenz an – bleibt aber vorerst geöffnet
Marie RichterDax Bierbörse in Braunschweig meldet Insolvenz an – bleibt aber vorerst geöffnet
Die Dax Bierbörse in Braunschweig hat nach wochenlanger finanzieller Schieflage Insolvenzverfahren eingeleitet. Gökhan San, Geschäftsführer der BMV Gaststättenbetriebsgesellschaft, beantragte die Insolvenz, woraufhin das zuständige Amtsgericht am Mittwoch die vorläufige Verwaltung des Unternehmensvermögens anordnete.
Die finanziellen Probleme des Lokals hatten sich bereits lange vor dem Insolvenzantrag zugespitzt. Die BMV verzeichnete in den Jahren 2022 und 2023 kumulierte Verluste von rund 180.000 Euro, was die wirtschaftliche Lage zusätzlich belastete. Um die Existenz zu sichern, wurde eine Spendenaktion auf gofund.me gestartet, die 100.000 Euro einwerben sollte – bisher kamen jedoch nur knapp 1.000 Euro zusammen.
Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Henning Bosse bestellt. Er informierte die 30 Mitarbeiter der Dax Bierbörse über das weitere Vorgehen und erläuterte die Regelungen zum Insolvenzgeld. Nun arbeitet Bosse daran, die Zukunft des Betriebs zu sichern, indem er mit potenziellen Investoren in Verhandlungen tritt.
Trotz der finanziellen Turbulenzen bleibt die Dax Bierbörse vorerst wie gewohnt geöffnet. Die Insolvenzverfahren markieren eine entscheidende Phase bei der Suche nach einer nachhaltigen Lösung für das Unternehmen. Mit der Anordnung der vorläufigen Verwaltung beginnt ein strukturierter Prozess, um die wirtschaftlichen Herausforderungen des Lokals zu bewältigen. Ob die Dax Bierbörse langfristig überleben kann, hängt maßgeblich von Bosses Bemühungen ab, Investoren zu gewinnen. Während die Gespräche und Verfahren laufen, bleibt der Betrieb vorerst weiter geöffnet.






