19 June 2026, 14:03

Marzahn Pride 2024: Queere Geflüchtete im Fokus trotz rechter Bedrohungen

"Sichtbarkeit ist Widerstand"

Marzahn Pride 2024: Queere Geflüchtete im Fokus trotz rechter Bedrohungen

Marzahn Pride kehrt am Samstag zum siebten Mal zurück

Die von Quarteera e.V. organisierte Veranstaltung will auf die Herausforderungen aufmerksam machen, denen queere Geflüchtete und Migrant:innen im Bezirk Marzahn gegenüberstehen.

Der Demonstrationszug startet um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Eröffnet wird die Veranstaltung mit Reden von Vanessa Krah, der Queer-Beauftragten Marzahns, und Gordon Lemm. Im Anschluss beginnt um 14:30 Uhr ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs, Streetfood und weiteren Aktivitäten.

In den vergangenen Jahren war der Marzahn Pride wiederholt Ziel von Drohungen rechtsextremer Gruppen. 2022 hatte die neonazistische Organisation „Deutsche Jugend Voran“ die Veranstaltung ins Visier genommen. Der Bezirk gilt als Hochburg der rechten Szene, in der häufig Propaganda verbreitet wird und körperliche Angriffe zunehmen. Bisher gab es in diesem Jahr jedoch keine organisierten Gegenproteste.

Krah warnt dennoch davor, von einem reibungslosen Ablauf auszugehen: Fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland wurde im vergangenen Jahr von rechtsextremen Störungen oder Angriffen betroffen. Einschüchterungsversuche wie Aufkleber und Propaganda sind in Marzahn ein wiederkehrendes Problem.

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Die Organisator:innen bleiben wachsam, sind aber entschlossen, die Pläne umzusetzen. Der Marsch und das Fest finden wie geplant statt – mit dem Fokus auf Sichtbarkeit und Solidarität. Die Veranstaltung will Bewusstsein schaffen und Widerstand gegen Diskriminierung in der lokalen queeren Community stärken.

Quelle