Sozialwohnungen in Deutschland schrumpfen um 20.000 – trotz Milliardenhilfe der Bundesregierung
Marie RichterSozialwohnungen in Deutschland schrumpfen um 20.000 – trotz Milliardenhilfe der Bundesregierung
Die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland sank bis Ende 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 20.000. Bundesweit unterlagen Ende 2024 noch rund 1,05 Millionen Wohnungen den Mietpreisbindungen. Kritiker verweisen auf einen anhaltenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum im gesamten Land.
Der Rückgang beim sozialen Wohnungsbau verlief regional unterschiedlich. Nordrhein-Westfalen verzeichnete mit 18.538 weniger Wohnungen im Jahr 2024 den größten Nettoverlust. Auch Bayern verlor 2.790 Einheiten, während Berlin ein Minus von 2.957 meldete.
Nicht alle Bundesländer mussten Verluste hinnehmen: Baden-Württemberg verzeichnete einen Nettozuwachs von 3.046 Sozialwohnungen – die beste Bilanz bundesweit. Zudem entstanden 4.701 neue Plätze in Studenten- und Auszubildendenwohnheimen. Gleichzeitig wurden jedoch 57.621 Wohnungen vollständig aus der Mietpreisbindung genommen.
Angesichts der Engpässe kündigte Bundesbauministerin Verena Hubertz an, bis 2029 insgesamt 23,5 Milliarden Euro an Bundesmitteln bereitzustellen. Die Wohnungsbauexpertin der Linken, Lay, kritisierte den generellen Mangel und schätzte das Defizit auf etwa eine Million Wohnungen.
In den meisten Regionen schrumpft die Zahl der Sozialwohnungen weiter. Die Bundesförderung soll die Lücke schließen, doch das Ausmaß des Mangels bleibt beträchtlich. Die aktuellen Zahlen unterstreichen den Druck auf das Angebot an bezahlbarem Wohnraum in ganz Deutschland.






