27 March 2026, 08:03

Spritpreise explodieren: Bis zu 55 Cent mehr pro Liter seit 2025

Balkendiagramm, das den primären Energieverbrauch nach Brennstoffart von 1980 bis 2040 zeigt, unterteilt in vier Abschnitte mit prozentualer Aufschlüsselung.

Spritpreise explodieren: Bis zu 55 Cent mehr pro Liter seit 2025

Spritpreise in Deutschland um bis zu 55 Cent pro Liter explodiert

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Seit Ende 2025 sind die Spritpreise in Deutschland um bis zu 55 Cent pro Liter gestiegen – eine schwere Belastung für Autofahrer. Der Konflikt im Iran hat die globale Ölversorgung gestört und die Kosten in die Höhe getrieben. Nun streiten sich Regierung und Industrie darüber, wer die Schuld an den drastischen Preisanstiegen trägt.

Vor Ausbruch des Krieges im Nahen Osten kostete ein Liter Super E10 sowie Diesel noch etwa 1,74 Euro. Bis Ende März 2026 kletterten die Preise jedoch auf 2,07 bis 2,09 Euro für Benzin und 2,29 Euro für Diesel. Der Branchenverband en2x – Wirtschaftsverband Kraftstoffe und Energie beharrt darauf, dass die Preissprünge auf globale Marktverwerfungen und nicht auf nationale Politik zurückzuführen seien. In einem "Realitätscheck" widerlegt der Verband, was er als falsche Vorstellungen über die Preisbildung bezeichnet.

Die Bundesregierung hingegen verweist auf hohe Steuern und Abgaben als Hauptgrund. Steuern und die Kosten für die Treibhausgasquote machen etwa zwei Drittel des Benzinpreises und mehr als die Hälfte des Dieselpreises aus – und gehören damit zu den höchsten in der EU. Das Finanzministerium unter Lars Klingbeil (SPD) weist Vorwürfe zurück, der Staat profitiere von der Preisspirale. Wirtschaftsministerin Katerina Reiche (parteilos) warnt jedoch vor möglichen Engpässen Ende April, sollte sich der Konflikt weiter zuspitzen.

Mehr als 70 Prozent der deutschen Raffineriekapazitäten werden von Unternehmen kontrolliert, die keine eigenen Tankstellennetze betreiben. Diese Struktur führt dazu, dass die Großhandelspreise maßgeblich beeinflussen, was Autofahrer an der Zapfsäule zahlen. Die Regierung hat inzwischen erste Schritte eingeleitet, um die Belastung zu mildern – konkrete Maßnahmen stehen jedoch noch aus.

Die Fahrer müssen weiterhin mit steigenden Kosten für Benzin und Diesel kämpfen. Zwar sollen die geplanten Regierungsmaßnahmen die Lage stabilisieren, doch der anhaltende Krieg und die hohen Abgaben halten den Druck auf die Kraftstoffpreise aufrecht. Ohne eine Lösung des Konflikts sind weitere Preisanstiege und Versorgungsrisiken wahrscheinlich.

Quelle