Verdi ruft zu Warnstreiks in über 30 Ikea-Filialen auf – Löhne im Fokus
Hannah SchneiderVerdi ruft zu Warnstreiks in über 30 Ikea-Filialen auf – Löhne im Fokus
Die Gewerkschaft Verdi hat Warnstreiks in Ikea-Filialen in ganz Deutschland für diesen Freitag angekündigt. Die Arbeitsniederlegungen folgen Forderungen nach höheren Löhnen für Einzelhandelsbeschäftigte – die Gewerkschaft verweist dabei auf die starken Gewinne des Unternehmens. Mehr als die Hälfte der deutschen Ikea-Standorte dürfte betroffen sein.
Bereits am Mittwoch hatten sich über 600 Beschäftigte aus Einzelhandels- und Großhandelsunternehmen in Niedersachsen und Bremen an Warnstreiks beteiligt. Erstmals schlossen sich dabei auch Mitarbeiter von C&A, Connox und Kind Hörgeräte den Protesten an – gemeinsam mit Verdi-Mitgliedern.
Die Gewerkschaft kritisiert scharf, dass Ikea trotz solider Finanzkennzahlen Stellen abbauen will. Alle sieben Ikea-Filialen in Niedersachsen und Bremen sind aufgerufen, sich an der Freitagsaktion zu beteiligen. Weitere Kundgebungen sind in Oldenburg und Braunschweig geplant, während sich die Belegschaften der beiden Ikea-Häuser in der Region Hannover am Standort ExpoPark versammeln werden.
Ziel der Streiks ist es, Druck auf die Arbeitgeber auszuüben, um den Lohnforderungen nachzukommen. Verdis Aufruf zur Aktion spiegelt die wachsende Unzufriedenheit unter den Einzelhandelsbeschäftigten wider. Der Ausgang der Proteste hängt von den Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und den betroffenen Unternehmen ab.






