Verurteilter Mörder flieht während Hafturlaubs nach Italien und wird nach Unfall gefasst
Jonas HoffmannVerurteilter Mörder flieht während Hafturlaubs nach Italien und wird nach Unfall gefasst
Ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, Benjamin F., ist während eines begleiteten Ausgangs aus der Justizvollzugsanstalt Celle in Peine geflohen. Er entkam mit einem in Braunschweig zugelassenen Motorrad und wurde später nach einem Verkehrsunfall in Italien wieder gefasst.
Benjamin F. hatte zuvor bereits 38 Mal begleiteten Urlaub erhalten. Bei diesem Vorfall besuchte er zunächst seine Mutter im Peiner Ortsteil Vöhrum, bevor er sich auf den Weg nach Italien machte.
Nach Paragraf 13 des Niedersächsischen Justizvollzugsgesetzes können zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilte Straftäter unter bestimmten Voraussetzungen Beurlaubungen gewährt werden. Die Entscheidung stützt sich auf eine Verhaltensprognose, die das Flucht- oder Rückfallrisiko bewertet. Für unbegleitete Aktivitäten oder Kurzzeitbeurlaubungen gilt in Niedersachsen eine Wartefrist von acht Jahren.
Die Flucht hat Kritik aus der CDU-Landtagsfraktion in Niedersachsen ausgelöst. Bedenken wurden zur Sicherheit des Strafvollzugssystems und zum Vertrauen der Öffentlichkeit geäußert. Benjamin F. wurde schließlich nach dem Motorradunfall im Ausland wieder ergriffen.






