31 March 2026, 20:05

Wolfsangriff in Hamburg-Altona löst Debatte über Einschläferung oder Freilassung aus

Liniengraph, der den Wachstum der Wolfsbevölkerung in Deutschland von 2000 bis 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Wolfsangriff in Hamburg-Altona löst Debatte über Einschläferung oder Freilassung aus

Wolf greift Frau in Hamburg-Altona an – Debatte über Umgang mit dem Tier entbrannt

Ein Wolf hat in Hamburg-Altona eine Frau angegriffen, nachdem diese versucht hatte, das Tier aus einem Durchgang mit automatischen Türen zu befreien. Der Vorfall hat eine Diskussion über den richtigen Umgang mit dem Wolf ausgelöst: Sollte er eingeschläfert oder unter Beobachtung freigelassen werden? Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbands (DJV), hat sich zu Wort gemeldet und fordert schnelles Handeln, um künftige Konflikte zu vermeiden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Tier wurde ohne Betäubung gefangen und in die Wildtierstation Klövensteen im Stadtteil Rissen gebracht. Dammann-Tamke schloss eine dauerhafte Haltung aus und betonte, dass die Gefangenschaft für ein Wildtier erhebliche tierschutzrechtliche Bedenken aufwerfe.

Er schlägt zwei Lösungen vor: entweder die Einschläferung des Wolfs oder seine Freilassung mit einem Peilsender. Im Falle einer Freilassung müssten die Behörden seine Bewegungen genau überwachen. Sollte es zu weiteren Vorfällen kommen, bestehe Dammann-Tamke darauf, dass konsequente Maßnahmen – einschließlich der Tötung – folgen müssten.

Als Beispiel nannte er den Fall des Wolfs Kurti aus dem Jahr 2016, der nach wiederholten Annäherungen an Spaziergänger mit Hunden erschossen worden war. Laut Dammann-Tamke könne die Entnahme einzelner Wölfe das Verhalten ganzer Rudel beeinflussen und sie davon abhalten, sich menschlichen Siedlungen zu nähern. Sein Ziel bleibe ein konfliktfreies Miteinander von Menschen, Wölfen und Weidetieren.

Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Politikern. Während die genauen Wolfszahlen in Hamburg und den Nachbarbundesländern unklar sind, wurden bundesweit im vergangenen Jahr 219 Rudel, 43 Paare und 14 Einzelwölfe gezählt. Allein in Hamburg gab es bisher 21 bestätigte Sichtungen.

Das Schicksal dieses Wolfs wird richtungsweisend dafür sein, wie Behörden künftig mit ähnlichen Vorfällen umgehen. Sollte er freigelassen werden, wäre eine lückenlose Überwachung entscheidend, um weitere Begegnungen mit Menschen zu verhindern. Der Fall zeigt die anhaltenden Herausforderungen bei der Abwägung zwischen Artenschutz und öffentlicher Sicherheit.

Quelle