Ehegattensplitting: CDU und SPD streiten über Reform oder Abschaffung bis 2026
Unionspolitiker verteidigen Ehegattensplitting - Ehegattensplitting: CDU und SPD streiten über Reform oder Abschaffung bis 2026
In Deutschland ist eine hitzige Debatte über die Zukunft des Ehegattensplittings entbrannt. Familienministerin Karin Prien (CDU) und führende SPD-Politiker fordern dessen Abschaffung oder Reform bis 2026, während Politiker von CSU und CDU auf der Beibehaltung des Systems bestehen. Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, ob die Steuervergünstigung Familien unterstützt oder die Ungleichheit der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt verschärft.
Die Kontroverse gewann an Fahrt, nachdem die CDU-Familienministerin Karin Prien das Ende des Steuervorteils gefordert hatte – mit der Begründung, er halte Frauen davon ab, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. SPD-Vertreter wie Serpil Midyatli und Achim Post unterstützten ihre Position und verwiesen auf die seit Langem geübte Kritik von Ökonomen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die OECD empfohlen, das Ehegattensplitting abzuschaffen, um die Frauenerwerbstätigkeit zu steigern.
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung vom März 2026 heizte die Debatte weiter an. Demnach profitieren die Hälfte der verheirateten Frauen zwischen 45 und 66 Jahren finanziell nicht davon, mehr Stunden zu arbeiten. Die Studie schlug als Alternative das Realsplitting vor – einen übertragbaren Grundfreibetrag – und schätzte, dass dadurch bis zu 175.000 Vollzeitstellen für Frauen entstehen könnten.
Widerspruch kam prompt von Unionspolitikern. Klaus Holetschek, Fraktionsvorsitzender der CSU im Bundestag, wies die Vorstellung zurück, es handele sich um eine Subvention, und bezeichnete das System als 'fair und verfassungskonform'. Er warnte, eine Abschaffung würde die Steuern für Familien erhöhen. Gordon Schnieder, CDU-Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz, pflichtete ihm bei und betonte, verheiratete Paare hätten unter der CDU keine zusätzlichen Belastungen zu befürchten. Er lobte das Ehegattensplitting dafür, dass es Familien Flexibilität in Beruf und Alltag ermögliche.
Bisher wurden keine konkreten Gesetzesänderungen eingeleitet. Die Diskussion kreist weiterhin um den Ausgleich zwischen Steuerentlastung für Familien und dem Ziel, die Beschäftigungslücke zwischen den Geschlechtern zu schließen.
Der Streit um das Ehegattensplitting offenbart die Spannung zwischen steuerlicher Gerechtigkeit für Familien und Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt. Während Reformbefürworter Alternativen wie Realsplitting oder Familiensplitting vorantreiben, argumentieren Verteidiger des Status quo, das bestehende System schütze den Haushaltsetat. Fürs Erste bleibt die Debatte ohne unmittelbare politische Konsequenzen – doch sie dauert an.
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